Il mio primo fine settimana…

Habe mich total gefreut dass es so vielen aufgefallen ist, dass ich am Wochenende nichts geschrieben habe – das bedeutet ja auch dass ihr tatsächlich verfolgt was hier in Bella Italia passiert 🙂

Wie euch der Titel schon sagt, geht es jetzt um mein erstes Wochenende hier. Ich wollte ganz bewusst alleine etwas unternehmen um festzustellen wie weit ich tatsächlich mit meinem Italienisch komme. Also bin ich am Samstag nach dem Frühstück zum Markt in Cesena aufgebrochen. Bis Cesena kein Problem ich habe ja ein Navi, dann immer Richtung Centro weil ich der Meinung war der Markt müsse zentral liegen. War auch absolut richtig, da ich aber irgendwann keine Ahnung hatte wo ich genau hinfahren muss, bin ich einfach stehen geblieben und habe auf der Straße nachgefragt. Ja, ihr habt richtig gelesen und für die witzigen unter euch – nein ich habe keinen Deutschen gefragt. 🙂 Die Signora hat mich tatsächlich auf Anhieb verstanden und noch besser: Ich habe sie perfekt verstanden und war ein paar Minuten später auf dem Markt. Mein Vorsatz war es kein einziges Mal auf englisch oder deutsch zurückzugreifen. Auf dem Markt waren auch auffallend wenig Deutsche und ich fing langsam an mich an die Sache ranzutasten – wo macht man das besser als bei einem Stand für Handtaschen? Nachfragen ob es die in einer anderen Farbe gibt oder auch eckig und nicht rund und siehe da es funktioniert. Sicher muss ich noch manchmal mit „eh“ aushelfen aber anscheinend war ich durchaus zu verstehen. Ok, also weiter zum nächsten Thema in dem ich mir zumindest in Deutsch ziemlich sicher bin – Schuhe 😉

Also die Frage ob es die in meiner Größe gibt ist ja noch ganz einfach, aber dass ich Schuhe mit Absätzen will und welche die vorne geschlossen sind war dann schon eine Herausforderung die ich aber ohne Probleme erledigt habe. Ihr seht die 2 Paar Schuhe und die 3 Handtaschen wurden nur aus rein studientechnischen Gründen angeschafft – das hat nichts mit Ossessione zu tun 😉

Ok, nachdem alles so gut geklappt hatte wollte ich noch unbedingt ganz bestimmte Espressotassen und die passenden Piattini kaufen und hier hat sogar das handeln geklappt 🙂  Nachdem ich den Markt gut gemeistert hatte, ging ich noch eine Kleinigkeit essen, habe nach den Zutaten im Obstsalat gefragt und zum Abschluss schon ganz automatisch meinen Caffè getrunken… 

Da ich mir vorgenommen hatte einmal an`s Meer zu fahren nutzte ich das geniale Wetter und folgte strikt dem braunen Schild mit der Aufschrift „mare“. Dort angekommen war ich wieder mal echt dankbar dass ich mit meinem Auto umgehen kann und auch in die kleinste Lücke parken kann und habe mir dann ein lettino gemietet, mich bei 32 Grad gesonnt und im warmen Meer gebadet – ein Traum…

Wieder zuhause habe ich sofort den Nachteil des Urlaubs am Meer bemerkt – überall Sand 😉

Ihr merkt ich schreibe schon zuhause, weil es das mittlerweile wirklich ist. Während Maria kocht unterhalten wir uns und sie korrigiert mich jetzt öfters damit ich keine Fehler mehr mache, wir essen zusammen, schauen wieder fernsehen und ich gehe schlafen…DSC06739

Fazit: Nach einer Woche intensiven Training spreche ich nicht fließend aber ich kann mich in unterschiedlichen Situationen durchsetzen. Dinge die ich nicht bezeichnen kann erfrage ich mit „Come si dice?“ und jeder Italiener der dann erfährt dass ich die Sprache gerade erlerne wird nicht müde mir zu versichern dass ich das wirklich gut mache. Die Menschen in Italien freuen sich so sehr über den Willen die Sprache zu erlernen dass mir jeder hilfsbereit zur Seite steht. Mir fällt auch auf, wie schnell man in eine neue Sprache kommt wenn man sie lebt. Hier in Bagno spricht niemand ausser einigen Studenten deutsch, der Alltag funktioniert italienisch und so kann man nach nur einer Woche manchmal nicht mehr exakt trennen. Ich telefoniere und schreibe mit zuhause im italienisch – englisch – deutsch Mix und genauso denke und träume ich mittlerweile. Das fasziniert mich am meisten und ich denke jeder der eine Sprache lernen will oder lernen muss sollte es auf diese Art und Weise tun, bzw tun können…

Ci vediamo…

Ein Gedanke zu „Il mio primo fine settimana…“

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