Erkenntnis des Tages und ein Dankeschön…

Ihr habt euch bestimmt gewundert, warum ihr so lange nichts von mir gehört habt, bzw. warum die Fortsetzung auf sich warten lässt. Um ehrlich zu sein lag es daran, dass ich mit mir gehadert habe, was ich jetzt schreiben soll und darf und was ich lieber verschweigen sollte…

Ich habe mich ernsthaft um eine „politisch korrekte“ Fassung bemüht, die sich allerdings wie ein schlechter Schulaufsatz gelesen hat. Weil ich nun mal ich bin, habe ich mich für die Wahrheit entschieden. Vermutlich war es ganz gut, dass ich während des Rittes kaum Internetverbindung hatte und mir jetzt die Zeit genommen habe, um über vieles nachzudenken. So konnte sich das Ganze erst einmal setzen und sich meine Emotionen wieder auf ein Normalmaß reduzieren. Hier also erst einmal ein kurzes Resümee, dass man meist an das Ende einer Geschichte setzt. Ich finde hier ist der richtige Platz dafür.

Fangen wir mit dem Positiven an:

  • Ich habe mir den Traum, einmal mit meinem Pferd die Alpen zu überqueren, erfüllt.
  • Die Landschaft und die Erfahrung welch zuverlässiges Pferd ich an meiner Seite habe, haben mich für vieles entschädigt.
  • Zu sehen, dass mein Pferd auch dann noch mit mir und für mich kämpft, wenn es selbst an seinen Grenzen ist, hat uns noch enger zusammenwachsen lassen.
  • Ich habe gelernt, dass mein guter Freund Georg nicht nur ein guter Freund ist, sondern jemand dem ich blind vertrauen kann. Diese Lektion haben wir wohl beide gelernt. Er hat Soleo davon abgehalten, im gestreckten Galopp davonzuschießen wenn der Herdentrieb größer war als das Wissen über die Wegbeschaffenheit und ich habe ihm den Rücken freigehalten, wenn sein Youngster Apollo beschlossen hatte, dass von hinten immer Monster kommen und er Radfahrer nicht leiden kann. Es war ihm manchmal ein Bedürfnis diesen furchtbaren Zweibeinern mit ihren komischen Drahteseln zu erklären, dass es SEIN Weg ist, auf dem sie gerade fahren. Im Gelände und auf Reitwegen ist es nicht so schwer gegenseitig Rücksicht zu nehmen, auf den teilweise sehr engen Radwegen jedoch schon.
  • Weiterhin positiv war auch, dass ich unheimlich tolle Menschen kennengelernt habe und dabei sein durfte wie aus einer „Zweckgemeinschaft“ eine Gruppe wurde, die sich gegenseitig unterstützt und geholfen hat. Das galt nicht für jeden, aber doch für die meisten von uns und so hatten wir auch immer etwas zu lachen. Unser fester Plan war es, uns diesen Trip durch nichts vermiesen zu lassen und das haben wir meistens geschafft.

Ich habe für mich jetzt wieder die Basis gefunden um euch die Geschichten der weiteren Tage erzählen zu können. Geschichten voller Abenteuer, schwierigen und manchmal auch gefährlichen Situationen. Wahrheit ist immer Ansichtssache und so halte ich mich an ein Zitat von Voltaire und wünsche euch weiterhin viel Spaß beim Lesen…

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