Reiten im Landl – Tag 5

Unsere morgendlichen Aktivitäten waren mittlerweile routiniert und komplett aufeinander abgestimmt. Das bedeutete auch, dass es keine Absprachen mehr benötigte. Jeder wusste was zu tun ist und alle halfen zusammen. Pferde kontrollieren und versorgen, Koffer packen und zur Abholstelle bringen, ausgiebig frühstücken und dann ging es auf zum Satteln und zum Befestigen der Satteltaschen. An diesem Tag bekamen wir ein spontanes Fotoshooting von Wirt Walter und brachen dann auf. (An dieser Stelle eine große Bitte an Walter: Irgendwie sind diese Bilder auf meinem Handy verloren gegangen – kannst uns die bitte schicken???)

Man darf es ja eigentlich gar nicht erwähnen, weil alle unsere Scouts megalieb waren, aber an diesem Vormittag war deutlich zu bemerken, dass die gestrige Beschreibung von Frau für Frau war 😉  Nicki hatte uns viele Einzelheiten beschrieben, auf die definitiv nur eine Frau achtet und so kamen wir gut voran.

„…wenn ihr durch den Wald reitet und es gerade so schön dahin geht, passt auf! Genau da geht ein Weg rechts weg und dann kommt so ein kleiner Bach über den Weg, da ist ein Stein lose und wackelt beim drüber reiten…“ Danke Nicki! Genau so haben wir alles gefunden 🙂

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Das ist der Bach über den Weg und der eine Stein wackelt tatsächlich 😉

Als wir aus dem Wald kamen, mussten wir erst ein Stück durch die Dörfer gehen und konnten so auch Kontakt zu allen Rindern der Gegend aufnehmen, die uns ihrerseits interessiert beobachteten. Die Pferde nahmen es gelassen, es war schließlich der fünfte Tag, da regt man sich nicht mehr so schnell auf 😉 Nach einer (gefühlt) endlosen Teerstraße, die noch ein bisschen endloser wurde, weil wir eine weitere „Streckenvariante“ testen wollten, überredeten wir Steffi zu ein bisschen Abenteuer und bogen in den Wald ein. Immer fest im Blick, die ungefähre Richtung zum Römerweg. Unsere freie Interpretation des direkten Weges brachte noch ein bisschen Abenteuer in die Strecke und zeigte uns, zum wiederholten Mal, wie flexibel sowohl die Pferde als auch wir sein können, wenn es darauf ankommt. Geschafft haben wir es trotz oder vielleicht gerade wegen der eigenen Strecke und so landeten wir kurz darauf auf der ursprünglich geplanten Route.

 

Die letzten 4 km vor der Mittagspause bekamen wir erneut Begleitung. Dieses Mal in Form eines Hundes, dem auf dem heimischen Hof wohl zu langweilig war. Dieser Hund war definitiv ein mustergültiger Reitbegleithund und um ehrlich zu sein, hätte ich ihn gerne mitgenommen. Leider mussten wir ihn an der Mittagsstation zurücklassen. An dieser Station wurden wir von unseren Gastgebern bereits mit Kaffee und dem obligatorischen Reiterschnaps erwartet.

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Meine Girls – Die bester Truppe ever 🙂

Wie in jeder unserer Stationen, fiel uns auch hier die Gastfreundschaft und die aufgeschlossene Art sehr positiv auf. So macht Wanderreiten Spaß! Nach einer kurzen Pause, schloss sich uns Julia mit ihrem Araberhengst an und begleitete uns ein Stück des Weges. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Vorurteilen gegenüber Hengsten, war dieser total brav und sogar die Trennung verlief kurz und schmerzlos.

Unsere Ankunft auf der Highlander Ranch war ein Highlight und total überwältigend. Soleo musste von vornherein klar stellen, dass er der spanische Obermacho ist, und legte sich mit dem hauseigenen Eselshengst an, der nicht weniger Temperament an den Tag legte. Nachdem die Vierbeiner unter sich geklärt hatten, dass sie wohl beide ziemlich cool sind, konnten wir einreiten.

Unser Empfangskomitee machte uns sprachlos: Um die 30 Leute standen da und freuten sich über unsere Ankunft. Stallbesitzer, Einsteller, Freunde und Familie. Alle waren da und gaben uns das Gefühl, nach langer Abwesenheit nach Hause gekommen zu sein. Der anschließende Grillabend war phänomenal und der Apfelstrudel von Oma der Hammer!! Damit war es jedoch noch nicht getan, denn wir bekamen eine Party und setzten diese später im Reiterstüberl fort. Wir haben an diesem Abend so viele interessante Menschen kennengelernt, einfach unglaublich. In Erinnerung wird uns an diesem Hof vor allem „Brisch“ bleiben. Wir haben selten so einen liebenswerten Menschen wie sie getroffen und natürlich auch Laura, die beste Barfrau überhaupt 😉

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