Die Alpenüberquerung – Der 2.te Reittag

Tag 2: Ein wundervoller Start in den Morgen bei strahlendem Sonnenschein. Es ist immer wieder faszinierend, wie schnell sich das Gruppengefühl bei einem Wanderritt entwickelt.

Die Pferde sind schon ab dem ersten gemeinsamen Tag eine Gruppe und auch die Menschen verbindet das gemeinsame Abenteuer sehr schnell. Menschen die im Normalfall nie etwas miteinander zu tun hätten, lernen sich hier kennen. Man lernt aufeinander zu achten und Rücksicht zu nehmen. Manchmal geht das schneller und manchmal dauert es ein bisschen, aber es funktioniert immer 😜
Heute war deutlich zu merken wohin die Reise gehen soll, denn wir sind mittlerweile im Voralpenland angekommen.  Zusätzlich zu dem täglich wachsenden Bergpanorama, steigt auch die wachsende Anzahl an Kühen. Eigentlich ganz witzig, aber für manche Pferde total erschreckend, sind vor allem die Gruppen mit den jungen Kälbern. Die sind total neugierig und verspielt und finden es lustig uns im Galopp, laut Muhend zu verfolgen. Logischerweise ist das nicht immer ganz ungefährlich, aber auch mein Versuch den Kühen zu erklären,  dass eigentlich wir die Cowboys und sie die gejagten Rinder sind, hat nicht wirklich viel bewirkt.


Für mich ist es immer wieder wunderschön zu merken was für ein fabelhaftes Pferd ich habe. Wir haben unseren Platz am Ende der Gruppe eingenommen, schützen alle anderen Pferde vor dem was kommt, bzw. was kommen könnte und er ist in jeder Sekunde total ruhig. Egal ob von allen Richtungen Kühe auf uns zugestürmt kommen, LKWs oder Traktoren zu nah auffahren, Soleo ist gechillt. Ich liebe dieses Pferd ❤️


Eine Gruppe mit zehn Pferden wirkt schon sehr imposant und so werden wir immer wieder zu Fotomotiven verschiedene Touristen. Wäre interessant zu wissen, wo diese Bilder überall gesehen werden.

Unsere Strecke ist heute ein Traum. Wir sind fast 30 km unterwegs und reiten diese in 5 Stunden und 46 Minuten. Wir reiten auf wunderschönen Wegen in Richtung Schloss Lindenhof und als patriotischer König Ludwig Fan würde ich natürlich gerne direkt dorthin  reiten, aber vielleicht ist das auch ein Ziel für den nächsten Ritt. Muss das nochmal aus Franz, unserem Trossfahrer, rauskitzeln 😜

Ich hatte übrigens auch Gelegenheit, die  Action Cam meine Freundin Steffi einzusetzen. Anscheinend habe ich die Sonne unterschätzt und jetzt kann ich auch nicht mehr leugnen,  dass ich die Kamera benutzt habe 😜


Böse Mitreiter-Zungen behaupten zwar, das es sowas wie ein Brandzeichen wäre und „Voglwuid“ bedeutet, aber ich persönlich bin davon überzeugt, dass das die Stellen sind an denen eigentlich meine Flügel  angebracht sind… 😇

Nach einem sagenhaften Ritt kommen wir in einem kleinen Dorf am äußersten Rand von Deutschland an.Direkt nach der Ankunft, hat Soleo gleich zwei kleine Fans an seiner Seite. Die beiden Mäuse sind echt so süß und bringen mich mit ihren Weisheiten total zum Lachen. Sie lassen es sich auch nicht nehmen ihn später in seinen Paddock zu bringen. Süßester Spruch: „I dad a gern mit euch mit geh, aber i ko doch net so lang vo meina Mama weg.“

Nach einem hervorragendem Abendessen und einer gelungenen Überraschung für Georg geht es in unserer Hotel und es ist so, wie es immer ist – ich will duschen und schlafen. Das funktioniert auch hervorragend, zumindest nachdem ich mein Zimmer gefunden habe…
Also euch allen eine gute Nacht und bis morgen 😘

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