Freunde…

Freunde zu haben heißt auch ein guter Freund zu sein…

Wenn ich so zurückdenke gibt es viele Menschen in meinem Leben mit denen ich Bereiche meines Lebens geteilt habe. Sie haben sich bei mir gemeldet, ich habe mich bei ihnen gemeldet – mal mehr und mal weniger – und doch waren viele diese „Freundschaften“ nicht ehrlich. Da war immer eine gewisses Konkurrenzdenken, manchmal Schadenfreude, manchmal Missgunst und auch kein 100% iges Vertrauen. Eher ein ständiges gegenseitiges Abschätzen, Einschätzen und Umkreisen um den anderen davon zu überzeugen wie toll man ist oder wie schlecht es einem geht.

Man versteckt sich also vor Leuten – von denen man behauptet sie wären Freunde – hinter einer Maske. Aber ist das Freundschaft?

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Mittlerweile ist viel passiert… Mein Leben ging durch Höhen und Tiefen und die Spreu trennte sich vom Weizen, denn nicht nur mein Leben war nicht immer leicht sondern auch das meiner Freunde. Auch sie mussten durch viele Höhen aber auch durch schlimme Tiefen gehen.

Ich lernte zu unterscheiden und heute begegne ich meinen Freunden auf Augenhöhe. Sie sind das warme Gefühl das man im Herzen hat wenn man einen unverhofften Gruß von ihnen bekommt und sie sind der Halt in jeder erdenklichen Lebenssituation. Absolute Loyalität zeichnet Freunde aus, in ihrer Gegenwart kannst du einfach nur du selbst sein egal wie albern und kindisch du bist. Keine Psycho-Spielchen, kein „hinter dem Rücken reden“.

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Es gibt eine goldene Regel wenn es um Freunde geht:

Um gute Freunde zu haben, musst du selbst ein guter Freund sein.

Aber was muss man tun um ein guter Freund zu sein? Was macht einen guten Freund aus? Muss man mindestens 2x die Woche anrufen und sich regelmäßig einmal wöchentlich treffen? Muss man immer wissen was der andere gerade macht und muss man sich auch gegenseitig Bescheid sagen was man plant und alle Entscheidungen miteinander besprechen?

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NEIN – klares deutliches Nein, all das muss man nicht. Vielleicht ist nicht jeder meiner Meinung aber für mich zeichnet es einen Freund aus dass es ihm scheißegal ist ob wir Streit hatten oder nicht, wenn er hört das ich ihn brauche ist er da. Ohne Wenn und Aber und ohne Vorhaltungen. Das einzige was zwingend notwendig für eine Freundschaft ist, ist die gegenseitige Wertschätzung. Jede Freundschaft lebt von Offenheit, von dem sich gern haben und davon sich das auch zu zeigen. Alle Erlebnisse die man teilt, egal ob positiv oder negativ, sind das Band das Freunde verbindet. Freunde sind eine Konstante die wir in unserem Leben brauchen, denn sie erden uns und bringen uns immer wieder auf den Boden zurück.

Mein persönliches Fazit?

Früher hatte ich Freunde – heute habe ich Freundschaften.

Menschen die mich kennen und mir sagen was sie von dem halten was ich tue aber trotzdem immer hinter mir stehen. Freunde sind unsere Wurzeln und unser Zuhause, deshalb bin ich froh und dankbar sie zu haben…

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Die guten Vorsätze…

…meistens sind sie nur Schall und Rauch und sie verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Ich möchte euch deshalb keine guten Vorsätze mit auf den Weg geben, sondern die 12 Schritte zur Selbstachtung über die ich im Netz gestolpert bin. Besser kann man es nicht zusammenfassen. Jeder dieser Punkte ist wichtig um euch selbst wieder in den Mittelpunkt eures Lebens zu stellen. Wenn ihr euch selbst nichts wert seid, wie sollt ihr dann anderen etwas Wert sein?
Vor allem den 11 Punkt will ich euch ans Herz legen…

In diesem Sinne einen guten Start in das neue Jahr 2015

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Einfach mal ich selbst sein…

Manchmal begegnen mir die Themen für den Blog eher zufällig.

Eine sehr gute Freundin von mir hatte zum Beispiel gepostet, nachdem Marcel Kaupp das „Supertalent“ gewonnen hatte

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Ein absolut positiver Post und doch kam von jemanden die Antwort, dass es doch die Frage wäre was man dann gewinnen würde…

Meine erste spontane Emotion war Mitleid… Mitleid, weil es immer noch genug Menschen gibt die der Meinung sind dass sie mehr erreichen wenn sie den Erwartungen entsprechend die jemand anderes an sie stellt. Aber sind sie wirklich glücklich wenn sie vorgeben etwas zu sein was sie nicht sind? Wie lang kann man so eine „künstliche Persönlichkeit“ am Leben erhalten? Ist man „normal“ wenn man sich mit der Masse bewegt – ein Schaf unter vielen Schafen auf dem Weg zur Schlachtbank?

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Aus eigener Erfahrung kann ich ganz ehrlich sagen, dass „man“ in dieser Rolle in die man sich drängen lässt definitiv nicht glücklich ist und es auch gar nicht sein kann. Es ist eher so als wenn man der Darsteller in einer sehr schlechten Dailysoap wäre. Irgendwann verliert man nicht nur den Spaß am Leben sondern auch den Blick für die schönen Dinge die das Leben bietet. Aber – und jetzt kommt die gute Nachricht – man kann sich selbst aus dieser Situation lösen! Man braucht nur Mut, Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen.

Ich war vor längerer Zeit auf einem Vortrag von Robert Betz, einem genialen Redner der es schafft die Menschen zum Denken zu bewegen. Er hat unter anderem eine Frage gestellt die genau zum Thema passt: „Willst du normal sein oder glücklich?“ Gute Frage oder? Denn wer hat die Berechtigung für uns selbst normal zu definieren?

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Es ist nicht nur immer „unsere Gesellschaft“ Es ist unser persönliches Umfeld das von Kindheit an Werte festlegt nach denen man sich zu richten hat und die auch Sätze prägen in denen mindestens einmal das Wort „man“ vorkommt.

„Man“ ist eine gern genutzte Person wenn man zu feig ist „Ich“ zu sagen. „Man“ ist der enge Verwandte von „die anderen“ und steht direkt neben „alle haben gesagt“. Wer ist dieses Umfeld dass sich anmaßt zu bestimmen wie wir sein müssen um gut zu sein? Zu diesem „Umfeld“ gehört nicht nur der Chef und Kollegen sondern auch unsere Familie und unsere Freunde UND sie meinen es nicht böse! Denn auch sie wurden auf die eine oder andere Weise geprägt und geben das weiter. Unser Job ist es die Spirale zu unterbrechen!

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Nicht mehr mitzumachen! Eigene Wege zu beschreiten DENN: Wir sind gut so wie wir sind! Wir brauchen lediglich einige gute und auch viele schlechte Erfahrungen um irgendwann aufzuwachen und zu erkennen dass es nicht nötig ist eine Rolle zu spielen. Um zu erkennen dass wir so nicht weitermachen wollen und dann haben wir nämlich das oben angesprochene:

Mut

Beharrlichkeit

Durchhaltevermögen

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Und hier eine kleine Checkliste 😉

1. Fang an dich selbst zu mögen!

  • Du bist gut so wie du bist. Klein, groß, dick, dünn – das alles hat doch nichts mit dir als Menschen zu tun! Also akzeptiere dich so wie du bist, denn wenn du dich nicht magst wie sollten es andere können?

2. Hab keine Angst vor dem Alleinsein!

  • „Freunde“ die nichts mehr mit dir anfangen können weil du auf einmal du selbst bist, sind keine Freunde. Sie  mögen die Fassade aber nicht den Menschen dahinter. Hab keine Angst wenn sie gehen, denk lächelnd an die schönen Zeiten die ihr miteinander verbracht habt und gehe mit offenen Augen weiter – es werden andere Menschen in dein Leben kommen und dieses bereichern.

3. Schenk dir Zeit mit dir selbst!

  • Die ersten Male wird es euch komisch vorkommen irgendwelche Dinge allein zu machen, aber dann werdet ihr feststellen dass ihr euch damit den Kopf freimachen könnt. Sich um niemanden kümmern müssen (denn das ist ja unsere liebste Ausrede vor uns selbst – wir haben keine Zeit weil wir immer etwas zu tun haben…) gibt die Möglichkeit mal auf sich selbst zu hören.

4. Denke positiv!

  • Negatives Denken ist eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn du nur schlechtes denkst, ziehst du nur das Schlechte an weil du für das Gute kein Auge hast. Gib dir maximal 5 Minuten Zeit dich über etwas oder jemanden zu ärgern und dann schließe es ab mit dem Gedanken dass es nicht wichtig genug ist um dir den Tag zu versauen…

Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

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Murphys Law oder warum grüner Schleim nicht immer etwas mit Ausserirdischen zu tun hat ;-)

Ich stehe in der Küche und von meinen Haaren tropft giftgrüne Flüssigkeit…

Diese hat sich aber nicht nur in meinen Haaren, meinem Gesicht und meiner Kleidung verteilt, sondern auch an der Wand und dem Küchenschrank.Ich kann euch beruhigen es ist kein Überfall der Aliens und hat auch nichts mit medizinischen Experimenten zu tun…

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Es ist mein Green Smoothie der gerade seinem Namen alle Ehre macht und ziemlich grün und ziemlich smoothie überall runtertropft. Zu verdanken habe ich die Sauerei der Tatsache dass ich es eigentlich eilig hatte und um den Mixvorgang zu beschleunigen mal mit dem Kochlöffel von oben nachgedrückt habe. Natürlich ohne den Mixer dabei auszuschalten, schließlich war ich spät dran.

Verdammt gute Idee kann ich dazu nur sagen, definitiv zu empfehlen wenn ihr euer Leben entschleunigen wollt. Anstatt gestresst in die Arbeit zu hetzen entferne ich erst einmal ganz entspannt pürierten Spinat mit Apfel und Ingwer von allen möglichen und unmöglichen Stellen und stelle fest das dieses grün wirklich hervorragend zu meinen roten Haaren passt 😉

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„Murphys Law“ höre ich schon meinen Kollegen sagen, denn lt. Murphy´s erstem Gesetz geht alles schief, was nur schiefgehen kann ausser man möchte zeigen dass es schiefgeht – so zumindest die Aussage des Kollegen der laut eigener Aussage das Unglück anzieht. Ich persönlich sehe die Sache ein bisschen anders, denn jedem von uns passieren täglich irgendwelche seltsamen Sachen. Den Unterschied macht nur unser Umgang damit aus. Also lasse ich es zu und sehe mich als Opfer der widrigen Umstände oder grinse ich in den Spiegel und sehe das ganze als meine eigene persönliche Comedyshow 😉

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Situationskomik ist herrlich und über sich selbst lachen zu können ein Geschenk. Um über sich selbst lachen zu können müssen wir uns mit den Augen eines „wohlwollenden“ Beobachters sehen denn dann fällt uns sehr schnell auf, dass vieles war wir tun einfach komisch ist. Und sich morgens um 6.00 Uhr grünen Schleim aus dem Gesicht zu wischen gehört definitiv dazu 😉

In diesem Sinne einen schönen und überaus witzigen Tag…

…nutze den Rückenwind

Viele Menschen schauen zu oft in den Rückspiegel des Lebens und zu wenig durch die Frontscheibe… Dabei ist es nicht die Vergangenheit die wichtig ist, sondern die Gegenwart und die Zukunft. Also nutze den Rückenwind und nimm deine Erinnerungen, Lektionen und Stärken mit auf die Reise und genieße jeden einzelnen Moment…

Warum fällt es uns eigentlich so schwer nach vorne zu schauen? Warum belasten wir uns so oft mit Dingen die in der Vergangenheit geschehen und somit nicht mehr zu ändern sind? Sicher, aus Fehlern lernt man – das bedeutet aber nicht dass dich diese Fehler daran hindern sollen dein Leben im Hier und Jetzt zu leben. Das Leben ist schön und man muss es leben. Deshalb ist mein Motto „Positiv Denken“ 🙂

Immer? Nicht immer, aber immer öfter und mit immer kürzeren Phasen der Wut und des Ärgerns. Ich sehe es einfach nicht mehr ein! Warum soll ich meine Zeit mit Ärger über Dinge verschwenden die ich nicht ändern kann? Warum traurig sein über Entscheidungen die ich nicht selbst treffen kann, sondern bei denen ich von jemand anderem abhängig bin? Das ist so sinnlos wie das berühmte Sand in die Wüste tragen. Ich bin zu impulsiv um immer gelassen zu reagieren, aber ich gebe dem Ärger nicht mehr den Raum den er haben muss um meine Seele zu vergiften. Ich nehme mir das Recht zu schreien, zu weinen und mich selbst zu bedauern – mit einer zeitlichen Begrenzung von maximal 3 Stunden – Danach macht es auch keinen Spaß mehr…

Das schönste Selbstmitleid wird irgendwann einmal langweilig und dann ist es an der Zeit wieder Dinge zu tun die vor allem Sinn und im besten Fall auch noch Spaß machen oder im Notfall Schokolade zu essen, denn die hilft immer…

Wenn ich mit meinen Studenten das Thema Mediation bespreche, gebe ich Ihnen immer den Ratschlag jeder Partei eine festgelegte Zeit von maximal 15 Minuten einzuräumen in der diese dann ungestört Argumente zum Streitthema vorbringen kann. Meiner Erfahrung nach sind es maximal 7,5 Minuten die ein Mensch mit seiner Argumentation zu einem einzigem Thema füllen kann. Danach wiederholt sich alles und Argument Nr. 1 wird erneut angeführt. Genauso ist es mit dem Selbstmitleid „Alle haben sich gegen mich verschworen, immer machst du xy und nie machst du yz“ Wenn ich dann anfange die Situation so zu analysieren wie ich es mit meinen Klienten mache, muss ich mir also folgende Fragen stellen:

1.Wer ist alle?

2. Was bedeutet immer, welche Situation meine ich genau?

3. Was bedeutet nie? Tatsächlich niemals im Sinne von noch nie passiert oder nur in einer Situation nicht?

Mit Abstand betrachtet bleibt meist nicht mehr soviel übrig, also auch nichts über das es sich lohnt sich aufzuregen. Wie sagt man immer so schön? „Aufstehen, Krone richten, weiter gehen…“

Ich liebe das Thema positives Denken und ich freue mich über jede Studie die beweist wie wichtig dies für unsere seelische Gesundheit ist und wie viel einfacher es ist mit Stress umzugehen wenn ich mir nichts negatives in Ereignisse interpretiere. Das wird unser Umfeld nicht davon abhalten Dinge zu tun die uns nicht gefallen, aber es hält uns davon ab daraus unser eigenes Thema zu machen und ihnen damit einen Platz in unserem Denken zu geben der ihnen nicht zusteht. Zugegebenerweise hat diese Methode einen gravierenden Nachteil: Tratschen und lästern ist weitaus schwieriger weil es gar nicht mehr relevant ist was jemand gemacht oder getan hat und macht somit weniger Spaß. Das bedeutet wiederum dass man auf einmal jede Menge Zeit übrig hat – blöd, oder?.

Negatives Denken und die damit verbundene Verschwendung deiner Energie ist zeit- und kraftraubend. Doch zugegebenerweise ist es nicht so leicht die eigene Art zu denken von negativ in positiv zu verwandeln. Denn wenn man das wirklich will, muss man auch seine eigenen Schwächen erkennen und vor allem dazu stehen. Dazu gehört Mut, Überwindung und auch eine Portion Selbstvertrauen. Zu schaffen ist es aber für jeden, nicht heute und nicht morgen aber jeden Tag einen Schritt in die richtige Richtung. Positiv zu Denken bedeutet in der Gegenwart zu leben und nicht in der Vergangenheit festzuhängen.

Interessant finde ich auch die Erfahrung, wie genervt das Umfeld reagiert wenn man beim „täglichen Jammern und Lamentieren“ nicht mehr mitspielt.

Deine innere Einstellung ist die Hülle für dein Leben, sie formt und ent- oder verhüllt es. Denkst du immer negativ verhüllt du dein Leben mit Angst und Abwehr. Wenn du zu denen gehörst die ständig neidisch sind und immer etwas zu lästern haben verhüllst du es mit Hochmut und Verbitterung, denn Neid will den anderen schlecht machen damit man sich selbst besser fühlt. Das funktioniert aber in der Regel nicht, denn diese künstlichen Hochgefühle sind nur von kurzer Dauer. Wenn du aber das Leben mit einem Schmunzeln und einer gewissen Nachsicht siehst, enthüllst du dich selbst – So wie du wirklich bist und kannst das Leben mit allen Sinnen genießen, genauso wie du es verdient hast…

In diesem Sinne eine schöne Zeit und ein tolles Wochenende

und täglich grüßt das Murmeltier…

Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass es Menschen gibt die jeden Tag das gleiche sagen? Und dabei meine ich nicht nur das gleiche Wort das jemand benutzt, sondern komplett der gleiche Dialog, jeden verdammten Tag wieder…

Manchmal muss ich echt auf den Kalender schauen ob tatsächlich schon ein neuer Tag da ist oder ob ich einfach kurz eingenickt bin und noch immer Mittwoch und nicht doch schon wieder Montag ist.

Das Spiel beginnt immer mit dem selben Seufzer, gefolgt von einem „Ich bin ja so glücklich…“  Und dann – ich zähle schon innerlich mit 5, 6, 7, 8… – die immer gleiche Reaktion ihres Gegenübers „Echt, was ist los?“ Und dann fängt das Murmeltier an zu rennen:

„hi-hi-hi, mei so hoit“

„Wie so hoit“

„Ja, so hoit“

„Ja dann sag halt“

„Nein ich mag da jetzt nix dazu sagen“ (Jeden Tag hoffe ich dass sie das auch nicht tun wird – wobei die Hoffnung immer sofort nach einigen Sekunden stirbt)

Ich stoppe das Drama an dieser Stelle, obwohl ich es mittlerweile mitsprechen kann und für die Nichtbayern unter euch sage ich nur soviel: Ich kann euch das nicht übersetzen, das lässt mein Gewissen nicht zu. Und so komisch sich das für Außenstehende anhört, aber diese Daily Soap macht mich rasend. Ich bin in der Regel nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen, bin für Argumente zugänglich, sehe auch einmal über Dinge hinweg – aber soviel Wahnsinn erträgt man nicht. Nicht an einem Montag Morgen!!!

Und wenn ihr jetzt denkt das war alles und warum ich mich darüber überhaupt aufregen kann, dann muss ich euch enttäuschen, denn es gibt bekanntlich für alles eine Steigerung und die erreichen wir genau in dem Moment in dem wir zu Erika kommen. Ihr wisst nicht wer Erika ist? Nicht euer Ernst? Das ist ja fast eine Bildungslücke! Erika ist die Erklärung für das unsagbare, unbegreifliche und doch so geplante und vorhergesagte Glück 😉  Erika Berger ist die Frau die alles schon vorher gewusst und im persönlichsten aller personalisierten Horoskope mitgeteilt hat.

„Aha“ denkt ihr jetzt – Erika Berger also, unsere Erika? Die Erika die in den 80`igern den Satz „Ein Penis ist nun mal ein Penis“ geprägt hat?  Es ist unfassbar, aber doch irgendwie glaubwürdig dass jemand der die Quintessenz der Männlichkeit in einen Satz packen kann auch weiß was jeden Einzelnen von uns in der Zukunft erwartet, oder?

Von der Sexualtherapeutin zur Astrologin – ok, habe gerade nachgegoogelt um mich nicht wieder in die Nesseln zu setzen – der Weg war wohl genau andersrum und sie war zuerst Astrologin die sich später um die etwas intimeren Sterne gekümmert hat. Nachdem wir dann alle komplett aufgeklärt waren, konnte sie sich wieder um unsere Zukunft kümmern. Obwohl es eigentlich auch egal ist ob da zuerst das Horoskop und dann der Sex oder umgekehrt war, denn Fakt ist wohl auch dass die liebe Erika gar nichts dafür kann dass ich hier in meiner privaten kleinen Horrorshow, auch Großraumbüro genannt, in der Endlosschleife der Glückseligkeit sitze und mich frage ob Bill Murray jetzt gleich neben mir sitzt und wir zusammen jeden Tag die selben Geschichten erleben…

ABER liebe Erika, ich bin Zwilling und du könntest auch mir dein Horoskop schicken und wenn du mir dort zufällig empfehlen würdest die Dinge die meine Konzentration stören mit einem Socken und einem Klebeband zu lösen wäre ich durchaus geneigt dem Rat der Sterne zu folgen…    😉

Das Leben genießen…

Das Leben ist kürzer als Du denkst, es gibt nichts zu warten, mach Dir keine Sorgen und lass Dich nicht von Anderen runter ziehen, bereue nichts und hab Spaß, tu Dinge, die Dich glücklich machen und umgib Dich mit Menschen, die Dir ein Lächeln schenken…

Manchmal begegnen einem im Leben Dinge, die nachdenklich machen und die einen beschäftigen. Mir persönlich passiert das oft  wenn ich im Rettungsdienst unterwegs bin. Vor einiger Zeit wurden wir zu einem Patienten (Anfang 50) gerufen, der Lungenkrebs im Endstadium hatte. Obwohl er definitiv nicht in der Lage war sich selbst zu versorgen wurde er von der Klinik nach Hause geschickt. Ausgezehrt und schwach, am Ende seiner Kräfte lag er in einem Bett das schon seit längerem keine frische Bettwäsche mehr gesehen hatte und wartete darauf dass endlich alles vorbei ist. Als wir ihn mitnahmen und ich ihn zudeckte weinte er. Weinte weil es nicht mehr „normal“ für ihn war dass sich jemand um ihn kümmert. Er entschuldigte sich für seine Tränen und konnte sie doch nicht stoppen und alles was man in diesem Momenten tun kann ist eine  Hand zu halten und da zu sein – auch wenn es nur für einen kurzen Augenblick ist…

„Austherapiert“ – habe ihm die Ärzte gesagt und ihn nach Hause geschickt. „Austherapiert“ ein Wort das mich wütend macht weil es so kalt klingt und weil es so hilflos macht „Austherapiert“ ein einziges Wort das besagt „…wir haben alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft, wir können nichts mehr tun…“

Wie muss es sein nach Hause zu kommen mit dieser Diagnose und zu wissen dass es keine Hoffnung mehr gibt? Wie muss es sein wenn man kämpfen will aber es einfach keine Möglichkeiten mehr gibt? Was für ein Gefühl wenn man, wie in diesem Fall, in ein leeres Zuhause kommt in dem niemand ist der für einen da ist? Niemand der sich um einen kümmert oder einen in den Arm nimmt?

Ein Mensch liegt also ganz allein in einer sogenannten „Souterrainwohnung“ einem Kellerloch mit kleinen Fenstern und stickiger Luft. Zu schwach um aufzustehen und sich selbst zu versorgen und zu stark um gehen zu dürfen…

Im Angesicht solcher Schicksale erscheinen die eigenen Probleme auf einmal so hausgemacht, so änderbar…

Ich denke darüber nach, wie oft man jammert, wie viel Zeit man tatsächlich damit verschwendet zu reden und zu lamentieren über das Leben, das Schicksal, den Job und über „die anderen“. Einen großen Teil der Probleme könnte man sofort lösen indem man aus der eigenen Komfortzone heraustritt und die Dinge ändert die einen stören. Dabei wird mir auch bewusst wie sehr man sich oft selbst bremst, obwohl das Leben unzählige Möglichkeiten bietet…

Findet euch nicht mit dem ab was euch unglücklich und traurig stimmt, sondern kämpft für das was euch zufrieden und glücklich macht. Auch wenn das manchmal bedeutet, dass man ein Risiko eingeht und bei Null anfängt. Ohne finanzielle Sicherheit neue Wege geht. Der erste Schritt ist so unsagbar schwer aber er wird belohnt mit dem Wissen das Richtige getan zu haben und mit einem inneren Gefühl der Zufriedenheit…

Ihr selbst müsst es euch wert sein für euch zu kämpfen! Für euch und für ein Leben dass euch glücklich macht und dass ihr gern lebt.

Es ist nicht wichtig was andere von euch denken, denn ihr werdet bemerken wie viele „Freunde“ nicht mehr da sind wenn ihr die Erwartungen nicht mehr erfüllt die an euch gestellt werden, aber ihr werdet auch überrascht sein von „Bekannten“ die sich auf einmal zum Fels in der Brandung entpuppen. In guten Zeiten ist es leicht ein Freund zu sein, in den schlechten stellt ihr fest wer wirklich den Biss dazu hat…

Also ganz egal wo ihr gerade im Leben steht und wie verfahren die Situation zu sein scheint: Ihr habt immer die Wahl, ihr könnt immer entscheiden wie euer Leben weitergeht, ein Mensch der weiß, dass er sterben wird kann das nicht mehr…

In diesem Sinne ein schönes Wochenende und genießt den Tag…

Die Heimfahrt – Zeit zum Nachdenken oder auch – ein bayerisches Herz blutet…

Eigentlich wollte ich am „sehr“ frühen Morgen losfahren, aber meine Maria bestand auf einem letzten Frühstück und so stieg ich nach einer herzlichen Verabschiedung in mein Auto und brach auf in Richtung Deutschland. Punkt 08.00 Uhr fuhr ich los und es war zu dieser Zeit schon sehr warm. Sehr zur Freude meiner neuen Kühltasche – denn am Vortag hatte ich noch einen Supermarkt leer gekauft. Meine ganzen Einkäufe hatte ich vorsichtshalber gleich im Auto gelassen, damit Maria nicht denkt dass wir in Deutschland eine Hungersnot haben 😉

letzter Kaffee

Während der Fahrt wurde mir wieder einmal bewusst wie gut es auf italienischen Autobahnen mit dem Tempolimit klappt und es drängt sich sofort die Frage auf warum so etwas bei uns nicht funktioniert? Übrigens sind die einzigen Drängler tatsächlich Deutsche oder Österreicher, das liegt vielleicht auch daran dass die Italiener wissen wie teuer der Spaß ist 😉

Bis zur Mautstelle Sterzing kam ich ziemlich gut voran und dann war ich mittendrin – viele, viele Kilometer Stau und es ist heiß – richtig heiß… – Der Vorteil am Stau ist definitiv der, dass man Dinge sieht die einem nie aufgefallen sind. Zum Beispiel die Seilbahn die man von der Autobahn aus sieht  und mit der ich unbedingt irgendwann einmal fahren will oder kleine Burgen die an der Seite stehen.

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Da irgendwann sowieso gar nichts mehr ging, fuhr ich bei der nächsten Raststätte raus um nochmal einen Caffè zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen und da bekam ich einen Schock der mein niederbayerisches Herz bluten ließ…

Also vielleicht muss man vorausschicken das ich ein waschechter Bayer bin – überzeugt und patriotisch und auch in Bagno meiner Gastmama die Wichtigkeit von König Ludwig erklärt habe (das hatte zur Folge dass eine kleine Fahne mit seinem Bild jetzt auf dem Wohnzimmerschrank steht 😉  ) Also als echter Bayer freut man sich wenn man nach einem Urlaub und somit einer gewissen Abstinenz zum ersten Mal wieder das Wort Leberkäs auf der Speisekarte lesen kann – auch dann wenn man ihn gar nicht so oft isst – aber wenn man dann die Frage hört „Mit Senf, Ketchup oder Majo“ !!!!!!!!!!!!! Da stellten sich mir sämtliche Nackenhaare auf und man konnte das blanke Entsetzen in meinen Augen sehen! Man kann doch keinen Leberkäs mit Majo essen??? Also bei Ketchup wird es ja schon schmerzhaft – aber Majonäse??? Ich habe mich also lieber für ein Panino mit Prosciutto crudo und Pecorino entschieden und bin einfach wieder zum Auto gegangen.  Allerdings hat mich das Thema auch zuhause noch beschäftigt – solange bis mich mein Freund darauf hingewiesen hat dass es auch bei uns Leute gibt die echte italienisch Pasta mit Ketchup essen und dass das auch nicht wirklich besser ist und da musste ich ihm leider recht geben…  😉

Nach meiner kurzen Pause ging es wieder im Schritttempo auf die Autobahn und ich hatte kurz vor der Mautstelle Gelegenheit die Beamten der Guardia di finanza zu beobachten. Also mal ganz ehrlich, – die sahen alle aus als wenn sie bei „CSI Italy“ mitspielen würden. Wo haben die nur so viele gut aussehende Polizisten her? Nachdem einer davon allerdings einen Motorradfahrer angebrüllt hat – der nach der Mautstelle ganz entspannt mittig stehengeblieben ist um seine Sachen zu verstauen – habe ich beschlossen dass die nicht nur gut aussehend sondern auch ziemlich furchteinflössend sind und ich deshalb entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten keine dummen Witze machen werde 🙂

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Um 18.30 Uhr hatte ich es dann endlich geschafft…

Wieder zuhause wo meine Familie schon auf mich gewartet hatte. Und was soll man sagen? Bayern ist schon auch schön und „dahoam is hoit dahoam“

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Resümee? Wie gesagt, ich denke es war einer meiner besten Urlaube und ich werde das auf jeden Fall wiederholen. Ich habe sehr viel italienisch gelernt, wertvolle Menschen kennengelernt und gemerkt dass ich auch allein sehr gut klar komme 🙂 Sogar dann wenn mein Navi mitten in der größten Wildnis anfängt neu zu berechnen 😉

Abschied von Bagno…

Der Abschied von Bagno fiel mir definitiv schwer…

Das Leben, die Menschen, das ganze Lebensgefühl – es war ein Ort an dem man sich sofort zuhause fühlt. Ein Ort an dem man mit den Einheimischen in der Bar sitzt und sich nach dem 3.ten Espresso einfach kennt. Ein Ort an dem man sich gegenseitig die Tageszeitung in die Hand drückt, solidarisch beim Fußball mitfiebert und das Gefühl hat schon ewig dort zu sein. Vielleicht ist auch die Tatsache, dass es sich um ein kleines Dorf handelt in dem jeder wirklich jeden mindestens 2 x am Tag sieht ziemlich förderlich um Kontakte zu schließen 😉

Im Vorfeld hatte ich ja einen Artikel gelesen in dem die Autorin erzählt, dass es hier auch immer wieder zu Beziehungen und Ehen zwischen den Einheimischen und den Studenten/innen gekommen ist aber keine Angst hier wird man nicht angesprungen und auf der Stelle geheiratet 😉 Obwohl es ein schöner Ort wäre um dort zu leben…

Bagno ist, wie viele andere kleine Dörfer in Italien, von der Wirtschaftskrise betroffen und so haben nicht mehr alle Geschäfte jeden Tag bis spätabends auf. Nachvollziehbar – vor allem an den Tagen an denen nicht so viele Kurgäste die Thermalbäder nutzen und man nur ein paar vereinzelte Studenten der Sprachschule oder einige ältere Leute bei ihrem Caffè sitzen sieht. An den beiden Markttagen ist das Dorf dann aber wieder voll mit Menschen und man hat die Möglichkeit sich überall zu unterhalten. Persönliche Gespräche werden hier generell groß geschrieben. Die Menschen sind offen und bereit sich die Zeit zu nehmen die es braucht um auch Anfänger die richtigen Worte zu finden.

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Ganz besonders schön war auch der letzte Abend mit Karin und Marlies in „unserer“ Bar in der sich mein Lieblingskellner noch mit dickem Baccio verabschiedet hat. Jeden Morgen hat er mir nicht nur meinen Caffè gebracht sondern auch immer eine Lektion in der italienischen Konversation 🙂 Ich werde auch nie vergessen wie glücklich er war als ich bereits am zweiten Tag einen Caffè bestellt habe und keinen Espresso 😉

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Maria war stolz wie eine Mama auf jedes meiner italienischen Wörter und wurde nicht müde jedem zu erzählen wie sehr ich mich verbessert habe. Generell würde ich jedem empfehlen die Möglichkeit einer Gastfamilie zu nutzen. Die Erfahrung in der Familie zu leben, zu essen und sich am Tagesgeschehen zu beteiligen ist unbezahlbar. In keinem anderen Urlaub kann man soviel über das Land und die Menschen lernen. Man ist Teil einer Familie und gehört deshalb für die Nachbarschaft genauso dazu wie jeder andere Besuch auch und man lernt nicht nur italienisch zu sprechen sondern auch italienisch zu leben…

Eine wunderbare Erfahrung die ich nicht missen möchte und tatsächlich vermisse ich „meine“ Familie und werde auch weiterhin den Kontakt halten…

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Warum schon wieder ein neuer Blog?

Ganz einfach weil es soviel zu erzählen und zu erleben gibt und alles nur halb so witzig ist wenn man es keinem mitteilen kann. Außerdem habe ich meiner besten Freundin Silvi versprochen dass sie in Zukunft alles über meine Erlebnisse und Abenteuer lesen kann und ihr wisst ja wie das mit Versprechen ist…  😉

Jetzt wollt ihr logischerweise wissen um was es hier geht? Wie im Titel angesprochen um das Leben, die Liebe und um Reisen. Demnächst steht mein Sprachurlaub in Bella Italia an und da ich ziemlich wenig kann dürfte das ziemlich lustig werden zumal ich mich in einem Anfall grenzenloser Selbstüberschätzung auch sofort bei einer Gastfamilie einquartiert habe. Aber wie es dazu kam, schreibe ich euch im nächsten Blog 😉

Dann geht es noch um kleine Ausflüge und Reisen hier in Bayern und dem Rest der Welt und auch um die ganzen Vorurteile mit denen man so konfrontiert wird als Teilzeit-Single oder auch als Frau mit und ohne Kinder, als Frau mit Haustieren, Reiterinnen und Emanzen im Allgemeinen. Der Alltag ist es der mich manchmal laut auflachen lässt, Gespräche die ich zufällig beim Einkaufen mitbekomme und die mich immer wieder in einem bestätigen – das Leben ist eine einzige große Freakshow, also tretet ein und genießt es 🙂

Alles Liebe eure Mia