Einfach nur überleben oder wirklich leben? – Teil II.

In den meisten von uns brennt noch dieser Funke, dieses Lebensfeuer, dieser Gedanke dass irgendwann der Tag kommen wird und allein die Tatsache, dass wir diesen Gedanken haben, bringt uns dazu das wir anfangen wieder zu träumen, unseren Träumen nachzugehen und unsere Alltagsmuster zu durchbrechen.

Wir beginnen wieder – manchmal auch zum ersten Mal in unserem Leben – uns um die Dinge zu kümmern die wir lieben und entdecken dabei auch gleichzeitig die Dinge die wir hassen…

Wir beginnen ganz vorsichtig zu träumen und so beginnen wir auch – ebenso vorsichtig – die Dinge um uns herum in Frage zu stellen. Wir fragen uns wie es wäre sich über die Grenzen von Routine, Vorschriften, Anstand und Moral hinwegzusetzen und auch über den Satz „Das macht man nicht“ denn wir sind nicht „man“, wir sind „wir“, wir sind etwas besonderes und je länger wir darüber nachdenken umso mehr erkennen wir den Wert der dahinter steckt und auch den Wert den wir uns selbst haben sollten!

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Die „Anderen“ unter ihnen auch „man“ stehen um dich herum und sehen dir zu…

Sie versuchen herauszufinden, warum du auf einmal so anders bist. Je mutiger, kreativer, fordernder und abenteuerlicher du anfängst zu leben desto mehr erstarren sie. Sie können dich nicht mehr verstehen, denn das was sie sehen macht ihnen Angst…

Aber mit einem gewissen Abstand folgen sie dir weiter und irgendwann kommst du an eine Gabelung. Du hast für dich erkannt, dass es nicht mehr die Hauptstraße sein muss, der du folgen willst und so nimmst du die andere Richtung. Damit stellst du „man“ und die „anderen“ vor eine schwere Wahl. Sollen sie weiter geradeaus fahren, wie sie es immer getan haben? Sollen Sie dich weiterhin verurteilen und in ihrem eigenen, vermeintlich sicheren, Leben bleiben oder sollen sie über ihren Schatten springen? Mit dir abbiegen auf eine Straße die niemand kennt und sollen Sie anfangen ihre eigenen Träume wieder aus den Kisten zu holen?

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Es ist egal wie sich jemand entscheidet, denn niemand von uns kann sagen was richtig und was falsch ist. Das liegt daran, dass es vielleicht kein richtig und kein falsch gibt. Niemand muss in deinen Schuhen gehen und niemand muss dein Leben leben ABER wahre Größe zeigen all diejenigen, die wohlwollend und offen lächeln und uns aus ehrlichem Herzen sagen: „Viel Spaß“ .

Es liegt an uns, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen und unsere Träume wahr werden zu lassen. Es liegt an uns Wege zu gehen, die neu und aufregend und vielleicht auch manchmal unbequem sind. Vielleicht sind diese Wege auch nicht immer die richtigen Wegen, aber was haben wir zu verlieren? Es liegt immer nur an uns…

Genieße dein Leben und mach was du machen willst, oder wie meine Tochter immer sagt „…so wie du es spürst“. Egal was es auch ist, stell nur eins sicher: Stell sicher, dass es wirklich das ist was du machen willst und nicht das was „jemand“, die „anderen“ oder unser Freund „man“ von dir erwartet.

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Rechne mit Rückschlägen und Niederlagen, denn nicht alles wird so funktionieren wie du es dir vorstellt. Aber wie sagt der alte Spruch von Bertold Brecht?

„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.“

Versuche nicht alles zu analysieren, sondern lebe einfach nur. Du wirst festellen, dass du dich in manchen Dingen und Menschen geirrt hast, aber das ist nicht wichtig. Nimm es als Erfahrung und ohne Groll mit und lächle in den neuen Tag, denn wie schon Dale Carnegie gesag hat:

„Ein kluger Mann fängt jeden Tag wie ein neues Leben an“ 

Dein Leben wartet auf dich. Es wartet auf dich an jedem Ort der Welt und es will das du es lebst.

Also entscheide dich: Leben oder Überleben – Du hast die Wahl…

Einfach nur überleben oder wirklich leben? – Teil I.

Irgendwann wachst du auf, ziehst den Vorhang zur Seite und erkennst, dass alles nur eine Fassade ist. Du merkst, dass es dir nicht mehr reicht dein gut organisiertes Leben zu führen und du merkst auch, dass die Menschen die dich ständig ermahnen „vernünftig“ zu sein und die Dinge „realistisch“ zu sehen, genau die Menschen sind, die sich gefangen in ihrem Leben fühlen.

Es sind dieselben Menschen die sich Bücher wie „Sag nicht Ja, wenn du Nein sagen willst“ kaufen und sich Serien über verrückte Aussteiger ansehen. Und obwohl sie es niemals zugeben würden, beneiden sie genau diese Menschen um den Mut und den Schuss Irrsinn der es ihnen ermöglicht ein Abenteuer einzugehen. All das Geschwätz über Dinge die man beachten soll und die Unvernunft die so eine Entscheidung mit sich bringt ist eigentlich nur eine Drohung, ein Bluff damit wir es nicht wagen den ersten Schritt in eine neue Zukunft zu gehen, die so nah vor uns liegt.

Aber ganz egal was sie sagen, wenn das Umdenken in dir begonnen hat, wird es niemand mehr aufhalten können. Nicht einmal du selbst kannst es stoppen. Warum? Weil du eins erkannt hast: Es gibt einen Unterschied zwischen Leben und Überleben und das Überleben reicht dir nicht mehr…

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Es braucht mehr als den Herzschlag um am Leben zu sein, lebendig zu sein und sich auch so zu fühlen. Das sind nicht nur ein stabiler Blutdruck und funktionierende Vitalfunktionen. Leben bedeutet lebendig zu sein, mit all unseren Leidenschaften und unserer Liebe zu all den Dingen die unserem Leben erst einen Sinn geben.

Du bist überzeugt davon, dass dich das alles nicht betrifft? Dann stell dir bitte folgende Fragen und beantworte sie ehrlich:

  1. Wachst du morgens auf und fühlst dich wirklich zufrieden?
  2. Fühlst du die Aufregung über all die Dinge die dich noch erwarten?
  3. Kannst du es kaum erwarten in den neuen Tag zu gehen?
  4. Schläfst du abends glücklich und zufrieden ein, wenn du an den vergangenen Tag denkst?

Wenn du jede dieser Fragen mit einem ehrlichen „JA“ beantworten kannst, gratuliere! Du kannst hier mit dem Lesen aufhören!

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Doch es gibt viele die denken, dass das Leben festgeschrieben ist und das man nichts ändern kann. Sie denken, dass sie ihr Leben nicht beeinflussen können, sondern sehen es als etwas, das uns passiert und genau diese Einstellung ist ein ganz deutliches Zeichen dafür, dass sie nicht mehr am Leben sind…

Ihre Herzen schlagen, aber sie haben aufgehört an ihre Träume zu glauben und sie haben aufgehört sie verwirklichen zu wollen. Sie haben sich ihren eigenen Sarg gemacht und nennen ihn „das Leben“

Willkommen in der Hölle kann ich da nur sagen…

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Teil II folgt…

Kopf lüften…

Es gibt Tage, an denen du nicht mehr weißt wo dir der Kopf steht, 1000 Gedanken gehen dir durch den Kopf und du willst einfach nur abschalten – aber dein Unterbewusstsein macht dir einen Strich durch die Rechnung…

Und so kreisen deine Gedanken weiterhin um Probleme mit den Kollegen, unerledigte Aufgaben, Entscheidungen die anstehen und die du nicht treffen kannst, weil dein Kopf nicht mehr in der Lage ist auch nur über eine einzige Sache sinnvoll und zielführend nachzudenken.

Jetzt wäre es doch perfekt eine Methode zu haben um den Kopf freizubekommen. Damit meine ich nicht, sich abzulenken und alles zu vergessen, sondern eine Methode um den Kopf wieder frei zu bekommen und so eine Basis zu schaffen, die es uns möglich macht, klare Gedanken fassen zu können und somit auch wieder richtige Entscheidungen treffen zu können.

Unmöglich denkst du? Ich glaube nicht – Ich glaube dass jeder von uns eine Möglichkeit finden kann um sich selbst wieder zur Ruhe zu bringen und das Gedanken-Wirrwarr im Kopf auszuschalten. Nicht bei jedem wird die selbe Methode wirken und nicht immer wird sie gleich gut funktionieren ABER unser Gehirn lässt sich leicht konditionieren und man kann es sich tatsächlich antrainieren bei bestimmten Tätigkeiten abzuschalten.

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3 einfache Möglichkeiten will ich euch hier aufzeigen und es sind nur drei von vielen, denn manchmal reicht ein kleiner Anstoß um selbst wieder handeln zu können…

  1. Keep it simple – die Einfachheit der Dinge

Ein ganz einfacher Weg um abzuschalten ist es, ganz banale Dinge zu erledigen. Dabei ist es egal ob ihr Geschirr spült, mit dem Staubsauger durch die Wohnung geht, Staub wischt oder Wäsche bügelt – Die Konzentration auf diese einfachen Tätigkeiten hilft abzuschalten. Während du deine Aufmerksamkeit auf diese Dinge lenkst, wirst du merken dass du auf einmal den Kopf frei bekommst. Du nimmst den Druck von deinen Schultern und nutzt außerdem deine Zeit für Dinge die sowieso irgendwann gemacht werden müssen. Nimm dir ganz bewusst die Zeit dein Geschirr zu spülen, obwohl du einen Geschirrspüler hast. Das ist deine Zeit, in der du eine Aufgabe erledigst – und der Rest der Welt kann dir in diesem Moment einfach vollkommen egal sein…

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2. Familienbande… 

In Zeiten in denen wir ständig „online“ mit allen möglichen und unmöglichen Leuten verbunden sind, tut es gut auch mal „reale“ Menschen um sich zu haben. Egal ob es die Familie oder Freunde sind – Menschen denen wir vertrauen können, tun uns gut. Bei Ihnen können wir aufhören uns zu verstellen und ganz wir selbst sein. Das gibt uns die Möglichkeit ganz offen über Dinge zu reden die uns belasten. Wir können uns aufregen und schimpfen und wenn nötig auch mal weinen und ihr werdet sehen: Genauso schnell wie eure Emotionen hochgekocht sind, kommen sie auch wieder runter. Warum? Weil man meistens keinen Rat braucht und auch niemanden der die Welt für einen verändert, sondern einfach jemanden der zuhört. Menschen denen du am Herzen liegst, verstehen das und lassen dich einfach reden und wenn sie dir einen Rat geben sollen, haben sie auch den Mut dir zu sagen ob du vielleicht auch deinen Beitrag zu einer Situation geleistet hast…

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  1. Sport macht den Kopf frei 

Aus der Forschung weiß man, dass beim Sport ein natürliches Antidepressivum ausgeschüttet wird. Ebenso weiß man, dass man beim Sport Endorphine –  also Glückshormone – ausschüttet und wie so oft gibt es auch hier wieder eine Studie mit Mäusen. Diese Studie zeigte, dass Mäuse mit Laufrad im Stall einen höheren Antrieb hatten und nicht so schnell demotiviert waren wie die Mäuse ohne Laufmöglichkeit. (Die Frage woher man wissen kann wann eine Maus demotiviert ist oder nicht heben wir uns jetzt mal auf…)

Im Gehirns der „sportlichen“ Mäusen wurde eine Veränderung entdeckt und zwar in dem Bereich, der sich besonders bei Depressionen verändert. Das Prinzip funktioniert anscheinend auch bei Menschen, denn hier konnte man in Studien nachweisen, dass regelmäßiger Sport bei 60 % der Kranken dieselbe Wirkung hatte wie ein Antidepressiva (das übrigens auch nur bei 69% half) und dass die Wirkung auch noch 6 Monate nach Beendigung der Studie anhielt.

Abgesehen von allen Forschungen und Studien ist eines ganz klar: Beim Sport atmen wir tiefer und versorgen unseren Körper mit mehr Sauerstoff. Dadurch bringen wir natürlich unseren Kreislauf in Schwung. Es muss nicht gleich ein Marathon sein den man anstrebt, jeder Sport ist geeignet und somit die Möglichkeiten breitgefächert. Manchmal reicht schon ein Spaziergang um auf „andere Gedanken“ zu kommen…

Ich persönlich habe in diesem Jahr das Skifahren für mich entdeckt. Wenn man an der frischen Luft ist, seinen Blick über die traumhafte Aussicht schweifen lässt und seine Konzentration komplett auf die korrekte Ausführung der Technik legt, hat man keinen Platz mehr für Chaos im Kopf…

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Kopf hoch und lächeln…

Es gibt immer wieder Tage an denen ich mich frage, ob manche Menschen einfach als „stark“ gebucht sind. Also ob diese Menschen keine Schwächen haben dürfen und wenn sie die doch einmal haben ob das vergleichbar ist mit einem Werksfehler bei dem die fehlerhaften Teile wieder zurückgerufen werden?

Jeder von uns hat diese eine Person im Freundeskreis, die Person die immer stark ist. Die über deren blöde Sprüche wir lachen können und die so herrlich witzig und zynisch ist. Die Person die auf jede Bemerkung mit dem passenden Spruch kontert und die uns immer aufmuntern kann wenn etwas schief läuft. Kennzeichnender Ausspruch dieser Menschen ist so etwas wie „…das wird schon wieder“ oder „…ist egal“ oder auch sehr beliebt „…irgendwie geht es immer weiter“

Wenn diesen Menschen etwas schlimmes passiert, beuteln sie sich kurz ab und machen wie gewohnt weiter. Immer mit einem Lächeln im Gesicht. Absolute Stehaufmännchen…

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Im Nachhinein erkennt man oft, dass sie recht haben – irgendwie geht es immer weiter.

Diese Leute sind so unglaublich positiv, die haben immer Glück und wir bewundern und hassen sie gleichzeitig dafür. Alles für das jeder andere hart arbeiten muss wird ihnen geschenkt. Symphatien kommen ihnen entgegen und sie kommen in jeder Gesellschaft zurecht – bewundernswert…

ABER

Dann kommt dieser eine Tag an dem unser Weltbild ins Wanken kommt! Warum? Weil die perfekte Fassade des Superhelden Risse bekommt. Dieses Sinnbild der guten Laune und der „positiv Vibrations“ ist ein Häufchen Elend. Jammert rum, lamentiert und beklagt sein Schicksal aus Gründen die wir lächerlich finden…

Warum können wir es nicht ertragen wenn genau diese Menschen auf einmal Schwäche zeigen? Warum macht es uns wütend und warum reagieren wir mit Unverständnis und Ärger?

Hat es vielleicht damit zu tun dass es uns erschreckt das diese Leute auch verletzlich sind, weil uns dann vor Augen geführt wird dass es keine Ausnahmen gibt und das Schicksal willkürlich die Karten verteilt? Oder vielleicht auch weil sie unser Halt sind, den wir brauchen damit wir abgelenkt und fröhlich sind und damit wir positive Energie tanken können?

Egal ob Siegfried oder Achilles, sie alle hatten eine Stelle an der sie verletzlich waren. Eine Stelle die sie zu Fall brachte. Bei unseren privaten Helden wollen wir das aber nicht wahrhaben. Sie müssen stark sein, damit wir schwach sein können und wenn sie es nicht mehr sind haben wir das Gefühl dass sie uns mit ihrem Elend in die Tiefe ziehen.

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Würde sich jemand einen Film über Superman anschauen wenn der schlecht gelaunt und gestresst wäre? Oder seine Zähne der Zahnfee mitgeben wenn man wüsste dass sie mit Mitte 20 ein Gebiss bekommen hat, weil sie Angst vor dem Zahnarzt hatte?

Willkommen im Leben und willkommen bei der großen,

überraschenden Erkenntnis dass wir alle nur Menschen

und keine Superhelden sind…

Vielleicht ist der Kollege nur so witzig und selbstbewusst weil er hinter dem Witz den Schmerz seiner Seele besser verstecken kann? Und vielleicht setzt sich die taffe, eiskalte Geschäftsfrau jeden Morgen mühsam mit dem Make-up ihre Maske auf, damit keiner sieht wie viel Angst sie vor dem Leben hat? Und vielleicht hat vielen von ihnen das Leben schon mehr als einmal gezeigt hat das es definitiv ein Superlativ für „schlimm“ gibt? Vielleicht sollten wir nicht verlangen dass sich jemand zusammenreißt, weil jeder Zeit braucht um mit den Dingen fertig zu werden?

Vielleicht, vielleicht, vielleicht…

Vielleicht reicht es auch die Augen zu schließen und ein bisschen zu warten um dann wieder zu sehen was man sehen will:

Einen Superhelden – stark und unverletzlich…

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Verkrampf di net… // Der letzte Teil ;-)

Während ich immer noch total beeindruckt davon bin dass ich auf dem Berg bin vergesse ich doch total den Haken an der Sache…

Wenn man irgendwo rauf fährt muss man in der Regel auch wieder irgendwann runterfahren. Irgendwann beginnt in meinem Fall nachdem wir Beweisbilder gemacht haben. Wir fahren in überschaubaren Etappen ins Tal und immer wieder beweist mein Skilehrer dass er mich bremsen kann wenn ich wieder einmal vergesse das ich die Ski nach innen und nicht nach aussen drehen muss 😉

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Auf dem Weg nach unten verlässt mich die Kraft und auch hier kann ich mich wieder auf die perfekte Betreuung verlassen. Ohne großes Gerede nimmt Georg mich ein Stück im Tandem als Passagier mit und ich muss einfach nur stehenbleiben. Das letzte Stück fahre ich dann wieder selbst und als wir in den Jugend -Skizirkus einfahren ist auf einmal alles ganz leicht. Ich hätte nicht gedacht dass man an einem Tag soviel lernen kann!

Ich bin so unendlich stolz auf mich und todmüde…

Essen, duschen, in`s Bett fallen und schlafen zu mehr bin ich nicht mehr zu gebrauchen. Und irgendwie habe ich im Bett das Gefühl als wenn meine Beine immer noch skifahren würden 🙂

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TAG 2

Am Sonntag wird erst einmal gemütlich gefrühstückt und die Eindrücke des letzten Tages verarbeitet. Der Muskelkater ist nur leicht an den Waden zu spüren, also bin ich bereit – bereit für Tag 2 als angehendes Skihaserl 😉

Heute gibt mir Georg die Möglichkeit alles noch einmal auszuprobieren (abgesehen von meinem Skilift-Stunt) Er korrigiert anfänglich noch und lässt mich dann alleine üben. Als die einfachen Sachen klappen trau ich mich wieder auf das längere Förderband, das mit dem unheimlichen Ausstieg… 😉

Und ich schaffe es, mein Bremsweg ist lang, das Aussteigen dürfte noch schneller werden aber ich schaffe es. Stolz steh ich auf dem Berg, der wahrscheinlich für versierte Fahrer eher ein „Bergerl“ ist und schau nach unten…

War das gestern auch schon so weit???? Und so steil??? Und wie bin ich gestern eigentlich von der Ausfahrt in die Position zur Abfahrt gekommen. Kurz stellt sich Panik ein und ich überlege sogar einige Sekunden ob es jemanden auffallen würde wenn ich die Ski einfach ausziehe und zu Fuß runtergehe. Aber dann siegt mein Kampfgeist. Ich habe es am Tag vorher geschafft – ich werde es auch heute schaffen!!! Also mal kurz den Superhelden in mir rausgeholt und tief durchgeatmet und los geht es…

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…und es geht – und wie es geht…

Mein Plan steht, ich nehme mir vor so oft auf dieses Förderband zu steigen bis ich oben:

  1. Schnell und ohne Panik aussteige
  2. den Ausstieg sofort im Pflug runterfahre
  3. noch während der Fahrt die Kurve nach rechts einleite
  4. und ohne zu stoppen im Tempowechsel nach unten fahre
  5. WICHTIGSTES ZIEL: Beim Bremsen unten muss es dieses tolle Geräusch machen…

Was soll ich sagen? Es hat genau 26 Abfahrten gedauert…

Dann habe ich aufgehört und bin zufrieden und mit einem großen Grinsen nach Hause gefahren. Genau wie es mir mein Skilehrer vorhergesagt hat…

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an einen hervorragenden Lehrer:

Georg Göttl von der GS Schneesportschule

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Er ist wirklich ein Skilehrer mit Leib und Seele und er hat an diesem Wochenende nicht nur einen soliden Grundstock  zum Skifahren gelegt sondern mir auch sehr viel über Anatomie und Biomechanik, Bewegungsabläufe und vieles mehr beigebracht. Bei all dem hatte ich unheimlich viel Spaß und in jedem Moment 100% Vertrauen. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön

http://www.gs-schneesportschule.de/

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Ich werfe einen letzten Blick zurück und kaum zuhause mache ich schon den nächsten Termin aus, denn jetzt hat mich das Fieber gepackt…

Verkrampf di net… // Teil IV.

…aber der Tag ist noch nicht zu Ende denn blöderweise habe ich Georg von meiner Skilift-Panik erzählt. Mein gesamter Bekanntenkreis hat mir mit Freude Horrorgeschichten über Skiliftunfälle erzählt. Warum tut man sowas???? Als Anfänger findet man das nicht lustig, es steigert nur die Angst vor dem Lift…

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Dieses Problem will mein Skilehrer erst gar nicht aufkommen lassen und so beschließt er wir nehmen jetzt den Almwiesenlift. Ach du Sch….. Mein Herschlag vervielfacht sich und ich bekomme spontane Schnappatmung – mein Feind der Lift und dann gleich soooooooo weit rauf. Oh Mann…

Ok, es geht los. Ich frage ihn gefühlte 200 x ob er das echt für eine gute Idee hält. Ja tut er, immer noch. Ich erzähle ihm auch nochmal alle meine Horrorgeschichten für den Fall dass er gar nicht weiß wie gefährlich das Ganze ist, aber er lächelt und schiebt mich zum Lift. Es geht los und wir fahren, ich kann es nicht fassen aber wir fahren tatsächlich. Und während ich so auf meine Ski runterschaue habe ich eine ganz, ganz tolle Idee…

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Ich finde das meine Ski nicht ganz gerade sind und versuche das zu korrigieren – während der Lift weiter zieht…

Ganz tolle Idee – Großes Kino…

Meine Ski überkreuzen sich, meine Beine noch mehr und schwups… schieße ich wie ein Katapult aus dem Skilift. Weil das aber noch nicht reicht schubse ich bei der Gelegenheit auch noch den armen Skilehrer aus dem Lift… Ich liege am Boden und muss schon fast lachen denn meine Ski stehen ordentlich im richtigen Abstand immer noch da wo ich abgesprungen bin und ich frage mich warum sie nicht vorher schon so schön gestanden sind?

Und mein Skilehrer? Sammelt mich ganz entspannt im Schnee auf biegt meine Skistöcke wieder gerade und ist immer noch total nett und ruhig anstatt mich mit dem Kopf voraus in den Schnee zu stecken. Noch mehr, er traut sich sogar das Ganze noch einmal mit mir auszuprobieren damit ich keine Angst mehr davon habe. Wir fahren also das Stück das wir schon geschafft hatten wieder runter und vor lauter Aufregung merke ich gar nicht das ich eigentlich schon ganz schön fahre 😉

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2.ter Versuch: Erneut im Skilift und meine Hand krallt sich in den Oberarm von Georg, sorry ich kann nicht loslassen denn ich habe Panik. Und wir fahren und fahren und fahren und ich kann es nicht glauben wir sind gleich oben…

Ich bekomme noch Instruktionen wie wir das Gerät wieder verlassen und dann ist es auch schon so weit. Ich habe den leichteren Job, muss nur nach links wegfahren und das klappt dank Schubs von hinten ganz gut und dann stehe ich tatsächlich auf der ersten richtigen Abfahrt meines Lebens…

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Verkrampf di net… // Teil III

Ich stehe auf der Skipiste und sehe ziemlich professionell aus…

Na ja, eigentlich stehe ich eher im Junior Skizirkus Mitterdorf, um mich herum laufen lauter Kinder und ich beneide sie gerade weil sie scheinbar alle keine Angst haben und irgendwie einfach fahren. Meine tolle Ausrüstung wird jetzt gleich nicht mehr darüber hinweg täuschen können dass ich noch nie in meinem Leben auf Ski gestanden bin, aber Skilehrer Georg geht es wie versprochen entspannt an. Wir beginnen mit einem Ski und ich übe zu gleiten, nach einem Beinwechsel und vielen Tipps schaffe ich es zu gleiten ohne meine Spur zu verlassen 😉 Wir steigern uns jetzt also auf 2 Ski…

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Erst einmal ein ganz blödes Gefühl aber nach ein paar Übungseinheiten wird das sicherer, ich lerne wie ich seitlich einen Berg raufgehe und fahre zum ersten Mal mit einem Förderband, laut Prospekt auch Zauberteppich genannt 😉 Ich bin tatsächlich verzaubert, muss nur ein bisschen grinsen als ich vor mich schaue und die Schüler der gerade anwesenden Skikurse sehe. Sie gehen mir bis zur Hüfte. Eine süßes ungefähr 5 jähriges Mädchen dreht sich um, grinst mich breit an und meint: „…du musst keine Angst haben, die passen schon auf dich auf.“ Gut dann kann ja scheinbar echt nichts mehr passieren. Ich drehe meine Ski in die richtige Richtung und lerne von Georg was ein Pflug ist und das ich damit mein Tempo steuern kann. Ich bin fasziniert 🙂 Mein Skilehrer fährt rückwärts vor mir her, hat mich ständig im Blick und hilft sofort wenn auch nur die leichteste Panik in mir aufkommt. So kann sich diese gar nicht steigern und ich habe immer das Gefühl sicher zu sein… Wir probieren das ein paarmal aus und Georg hinterfrägt immer wieder wie ich mich fühle, ob alles ok ist und mit der Zeit wächst mein Selbstbewusstsein. Genau in diesem Moment wechseln wir zum nächsten Förderband das jetzt schon wesentlich größer ist…

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Die Auffahrt dauert schon mal wesentlich länger und es sind mehr Erwachsene dabei, das macht mich nervös. Ab der Mitte kann ich sehen dass der Ausstieg ganz anders ist. Ich bin geschockt – Georg reagiert sofort und erklärt mir die Technik und verspricht mir den Rücken freizuhalten. Aber der Ausstieg ist nicht das einzige Problem… Wie können die so einen steilen „Riesenberg“ da hinmachen den ich runterfahren muss und das auch noch schnell und bremsen soll ich auch und – kaum zu glauben aber wahr – da stehen auch noch Leute!!!! Wissen die nicht dass ich sie gleich über den Haufen fahren und damit ihren Skitag beenden werde????? Scheiße das blöde Geländer kommt rasend schnell auf mich zu und ich höre von hinten die Kommandos „…jetzt den rechten und jetzt setze nach und jetzt runter“ Ich bin heilfroh dass Georg gerade mein Gehirn übernimmt denn ich kann vor Angst nicht denken und dann „schieße“ ich im Pflug den Riesenberg von der Ausfahrt zur Piste….

Woah……. Ich habe gebremst 🙂 Kennt ihr den Film wo sich der Steinzeittyp so freut weil er Feuer gemacht hat???? Ich bin original in dieser Situation: ICH HABE GEBREMST

Hier seht ihr die mörderische Ausfahrt ;-) und dann könnt ihr sehen das es tatsächlich schon mal Strecke war die ich gefahren bin :-)

Hier seht ihr die mörderische Ausfahrt 😉 und dann könnt ihr sehen das es tatsächlich schon mal Strecke war die ich gefahren bin 🙂

Ich habe das wohl breiteste und blödeste Grinsen im Gesicht denn ich habe es geschafft, oder? Alle leben noch, ich stehe und neben mir mein Skilehrer der mich lobt. Wahnsinn….

Ich kann es nicht fassen, meine Freude kennt keine Grenzen bis Georg sagt „….und jetzt fahren wir runter“

Wie runter???? Ich fand das rauf toll und als Erfolgserlebnis reicht doch auch die Ausfahrt. Echt den Berg komplett runterfahren???? Hmmm, Georg grinst ganz nett und schafft es auch hier wieder mich so zu motivieren das ich losfahre. Was mich total beeindruckt ist das ich, der ständige Zweifler, jemanden spontan so vertrauen kann. Und so fahren wir los, er wieder rückwärts vor mir und es funktioniert. Ich kann es nicht fassen… Wir fahren tatsächlich den Berg runter, einen richtigen Berg… Wir machen das immer und immer wieder und ich lerne wie ich nach links und rechts fahre und vor allem immer wieder wie ich bremse. Er bläut mir eins immer wieder ein „…bleib ganz ruhig und tu was du gelernt hast“ So wird jedes Bremsen sicherer und das Vertrauen in mich selbst wächst…

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Verkrampf di net… // Teil II

…ja was soll ich sagen?

Es war einfach nur der Hammer!!! Georg Göttl hat mich mit seinem Gesamtkonzept absolut überzeugt, mir die Angst vor dem Berg genommen und mir Lust auf`s Ski fahren gemacht – der nächste Termin ist schon vereinbart, aber ganz langsam und von Anfang an…

Samstag morgen um 06.00 Uhr – ich steige in mein Auto und fahre los. Neben mir hat gerade meine Panik Platz genommen und während der ganzen Fahrt nimmt sie mehr Raum ein. 😉 Aber egal ich fahre einfach weiter durch den strömenden Regen. Warum muss es in Strömen regnen wenn ich Ski fahren will? Etwas wieder ein Omen? Ok, in diesem Fall will ich nicht an Omen glauben und irgendwann kurz vor dem Ziel wandelt sich tatsächlich der Regen in Schnee. Die Landschaft wird weißer, nicht wie im Hochwinter aber weißer als in Niederbayern vermutet 😉

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Ich finde den Göttlhof sofort und der Chef Georg kommt mir auch schon entgegen. Mit seiner sympathischen offenen Art nimmt er sofort jede Scheu und irgendwie hat man sofort das Gefühl gut aufgehoben zu sein. Bei einem Frühstück mit der Familie gibt er mir erst einmal die Möglichkeit ruhiger zu werden. Auch sein Sohn Sebastian, dessen Frau Tanja und der Sonnenschein der Familie Julian sind offen und geben einem das Gefühl dazuzugehören. Wir lachen viel und so ganz nebenbei fällt mir auf dass die Panik wohl im Auto geblieben ist und nur noch die Aufregung dabei ist und die darf definitiv mit.

Zuerst wird mir dann die nötige Ausrüstung verpasst und ich bin überrascht wie viel Wissen nötig ist um die richtigen Skischuhe zu bekommen, das mein Schienbeinkopf ausgemessen wird damit die Bindung eingestellt wird und unzählige andere Kleinigkeiten. Nach Georgs Motto „Jeder Schelm braucht einen Helm“ werde ich auch noch mit dem passenden Helm ausgerüstet und dann kann es losgehen.

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Verkrampf di net… // Teil I.

Ich weiß nicht wann mich der Wahnsinn überkommen hat. Es war irgendwann zwischen Weihnachten und Silvester, es lag Schnee und in meiner tropisch beheizten Wohnung sah der Schnee echt schön aus 😉

Ich sollte auch Wintersport machen – gesagt, getan und erstmal gegoogelt. Langlaufskating erschien mir optimal, das wirkt relativ sportlich aber ich muss nicht in den Abgrund rasen, denn ich habe Angst vor dem Berg.

Ok, eher davor dass ich das mit dem Bremsen nicht drauf habe und als erste Schneelawine des Jahres die bayerischen Berge runterschieße…

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Also habe ich angefangen zu suchen und bin fündig geworden bei einer Skischule im Bayerischen Wald. Der Chef war mir auf Anhieb sympatisch weil er im Sommer Wanderritte veranstaltet. Das musste ein Omen sein und bei dem Unterfangen „Ich mag den Winter vielleicht doch“ muss man definitiv jedes Omen positiv deuten. Skilehrer Georg ist dann aber der Meinung dass es doch äußerst sinnvoll wäre wenn ich Alpin lerne, zumal mein Freund ja auch Alpin fährt. Hmmmm, das hat eine gewisse Logik die ich nicht abstreiten kann. Zumal Langlaufskating für meine kaputten Kniegelenke auch nicht so toll sein soll. Ich bin immer noch der Meinung dass er meinen Unterricht nur deshalb übernommen hat, weil er jetzt schon weiß das er etwas zum Lachen haben wird 😉

Ich bin in Niederbayern aufgewachsen und hier ist man im Niemandsland – bergtechnisch gesehen. Warum muss ich mich also jetzt mit sowas auseinandersetzen? Ach ja, weil ich ja auf einmal den Winter mag und sportlich bin 😉

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Ok, ich habe es gebucht und nachdem mir der Skilehrer Georg schon per WhatsApp Nachricht mitteilt dass ich mir „net de Wadeln obscheißen“ soll, packe ich meine Sachen um morgen zum ersten Skiurlaub meines Lebens aufzubrechen. Mit bei mir meine nagelneue Skijacke, meine sündteure Pudelmütze und die überaus hässlichen aber lt. Verkäuferin unverzichtbaren Moon-Boots. Ich erwähne jetzt nicht dass mein geliebter und immer fürsorglicher Freund einen Lachkrampf bekommen hat als ich ihm diesen überaus wichtigen Kauf vorgeführt habe, denn er hat solche Dinger – die anscheinend alles für den gut vorbereiteten Skifahrer bedeuten – nicht 😉 Ich denke jetzt nicht weiter darüber nach und bin froh und dankbar dass es nicht noch mehr gab das die Verkäuferin loswerden wollte. In meiner Unwissenheit hätte ich mir auch noch ein rosa Tütü besorgt wenn das meine Kurventechnik verbessert.

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Mein ganzes Leben habe ich mich gefragt wie man schon seit Oktober nervös werden kann und den ersten Schnee kaum erwarten kann und um ehrlich zu sein hege ich tief in mir drin noch die Hoffnung auf entspannte und plötzlich auftretende 30 Grad die alles zum Schmelzen bringen und mir einen sauberen und „unschuldigen“ Ausweg aus dem Ganzen ermöglichen. Der Skilehrer hat meine Hoffnungen allerdings gerade mit einem Satz zunichte gemacht: „Super-Schneeverhältnisse“

Ok, ich bin bereit und morgen früh geht es los und zumindest werde ich verdammt gut aussehen wenn ich nach 1000 Jahren im Eis wieder gefunden werde und ich hoffe das ich dann auch die stylischen schwarzen Lackmoon-Boots anhabe und die Menschen werden dann sagen „…ja die brauchte man damals um im Winter zu überleben!“

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Freunde…

Freunde zu haben heißt auch ein guter Freund zu sein…

Wenn ich so zurückdenke gibt es viele Menschen in meinem Leben mit denen ich Bereiche meines Lebens geteilt habe. Sie haben sich bei mir gemeldet, ich habe mich bei ihnen gemeldet – mal mehr und mal weniger – und doch waren viele diese „Freundschaften“ nicht ehrlich. Da war immer eine gewisses Konkurrenzdenken, manchmal Schadenfreude, manchmal Missgunst und auch kein 100% iges Vertrauen. Eher ein ständiges gegenseitiges Abschätzen, Einschätzen und Umkreisen um den anderen davon zu überzeugen wie toll man ist oder wie schlecht es einem geht.

Man versteckt sich also vor Leuten – von denen man behauptet sie wären Freunde – hinter einer Maske. Aber ist das Freundschaft?

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Mittlerweile ist viel passiert… Mein Leben ging durch Höhen und Tiefen und die Spreu trennte sich vom Weizen, denn nicht nur mein Leben war nicht immer leicht sondern auch das meiner Freunde. Auch sie mussten durch viele Höhen aber auch durch schlimme Tiefen gehen.

Ich lernte zu unterscheiden und heute begegne ich meinen Freunden auf Augenhöhe. Sie sind das warme Gefühl das man im Herzen hat wenn man einen unverhofften Gruß von ihnen bekommt und sie sind der Halt in jeder erdenklichen Lebenssituation. Absolute Loyalität zeichnet Freunde aus, in ihrer Gegenwart kannst du einfach nur du selbst sein egal wie albern und kindisch du bist. Keine Psycho-Spielchen, kein „hinter dem Rücken reden“.

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Es gibt eine goldene Regel wenn es um Freunde geht:

Um gute Freunde zu haben, musst du selbst ein guter Freund sein.

Aber was muss man tun um ein guter Freund zu sein? Was macht einen guten Freund aus? Muss man mindestens 2x die Woche anrufen und sich regelmäßig einmal wöchentlich treffen? Muss man immer wissen was der andere gerade macht und muss man sich auch gegenseitig Bescheid sagen was man plant und alle Entscheidungen miteinander besprechen?

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NEIN – klares deutliches Nein, all das muss man nicht. Vielleicht ist nicht jeder meiner Meinung aber für mich zeichnet es einen Freund aus dass es ihm scheißegal ist ob wir Streit hatten oder nicht, wenn er hört das ich ihn brauche ist er da. Ohne Wenn und Aber und ohne Vorhaltungen. Das einzige was zwingend notwendig für eine Freundschaft ist, ist die gegenseitige Wertschätzung. Jede Freundschaft lebt von Offenheit, von dem sich gern haben und davon sich das auch zu zeigen. Alle Erlebnisse die man teilt, egal ob positiv oder negativ, sind das Band das Freunde verbindet. Freunde sind eine Konstante die wir in unserem Leben brauchen, denn sie erden uns und bringen uns immer wieder auf den Boden zurück.

Mein persönliches Fazit?

Früher hatte ich Freunde – heute habe ich Freundschaften.

Menschen die mich kennen und mir sagen was sie von dem halten was ich tue aber trotzdem immer hinter mir stehen. Freunde sind unsere Wurzeln und unser Zuhause, deshalb bin ich froh und dankbar sie zu haben…

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